Erstes "League of Girls" E-Sport Schulevent

Am 13.11.2018 fand in der area52 in Wien eine Premiere für “League of Girls” statt: Wir veranstalteten unser erstes E-Sport Schulevent. Das Konzept dahinter in Kurzfassung: Profi E-Sportlerinnen führen Schüler und Schülerinnen ins Thema E-Sport ein und zeigen auf, was es bedeutet professionell zu “zocken”. Anschließend wird gemeinsam gespielt und über Spiele und Spielinhalte geplaudert.

Dank der Initiative der Klassenlehrer Julian Körner und Michael Weichselbaumer sowie Michael Fleischhacker konnten wir das Event mit der Klasse 2C der NMS Jochbergengasse planen und durchführen. Um 08:45 trafen die Schüler und Schülerinnen voller Vorfreude in der area52 ein. Erwartet wurden sie dort von Marlies “Maestra” Brunnhofer, Tanja “Escape x3” Reither und dem Team von PICAPIPE. Marlies und Tanja sind Spielerinnen des international erfolgreichen League of Legends E-Sport-Team “Zombie Unicorns”, gesponsert von der spanischen Organisation “Movistar Riders”.

Bei der Vorstellungsrunde wurde bereits deutlich: bis auf (sehr) wenige Ausnahmen, spielten alle Schülerinnen und Schüler in der Klasse gerne Computerspiele. Wenig überraschend, wurde als Lieblingsspiel meist “Fortnite” genannt. Aber auch einige andere Games waren Thema - mobil, auf der Konsole oder am PC.

Keine/r der Schüler/innen lernte bisher eine professionelle E-Sportlerin oder einen professionellen E-Sportler persönlich kennen. Da war es natürlich eine besondere Ehre den Vormittag mit den beiden Gamerinnen zu verbringen. Auch der Einführungsvortrag von Marlies und Tanja traf auf großes Interesse und löste viele Aha-Momente aus. Tägliches Training, Disziplin, Turniere, Preisgelder, Sponsoring, Marketing… - vielen war es nicht bewusst, was es eigentlich bedeutet, professionelle E-Sportlerin zu sein.

Nach dem Vortrag stand Spielen am Programm. Die Schüler/innen konnten zwischen vier typischen E-Sport Games auswählen - allem voran natürlich “League of Legends”, wo sie sich Tipps von den Profis holen konnten. Zudem gab es “Rocket League”, “Hearthstone” und “Mario Kart”. Letztendlich fand jede/r ein Spiel, wo er oder sie Spaß hatte. Einzige Kritik der Schüler/innen: “Fortnite” war nicht dabei.

Bei allen Games stand das gemeinsame Spielen im Vordergrund - miteinander und gegeneinander. Diese Herausforderung nahmen die Schüler/innen gerne an. Besonders schön zu beobachten waren die Entwicklungen rund um “League of Legends”. Viele der Schüler/innen kannten das doch recht anspruchsvolle Spiel noch nicht. Dank der Unterstützung der beiden E-Sportlerinnen fanden sie sich jedoch schnell zurecht. Selbst eine Schülerin, die bisher kaum Computerspiele spielte, war rasch begeistert bei der Sache. Nach ein paar Aufwärmrunden, veranstalteten die Schüler/innen ein Turnier - es galt: Mädchen vs. Burschen. Am Ende stand es unentschieden.

Zwischendurch machten wir Blitz-Videointerviews mit einzelnen Schülerinnen, fragten nach ihrem Gaming-Verhalten, ihren Lieblingsspielen und danach, ob sie sich vorstellen könnten, einmal professionelle E-Sportlerin zu werden. Bei letzter Frage waren sich alle Schülerinnen einig: selbstverständlich! :)

Wir kommen gerne wieder in die area52 und hoffen Wege zu finden, derartige Schulevents auch für andere Schulklassen verwirklichen zu können. Gründe dafür gibt es genug:

 

7 Gründe für “League of Girls” E-Sport Events an Schulen

  1. Schüler/innen können offen über ihre Gaming Vorlieben sprechen. Ihre Fertigkeiten und Talente werden wertgeschätzt und thematisiert.
  2. Problematische Themen können ebenso aufgegriffen und in einem entsprechenden Rahmen offen diskutiert werden.
  3. E-Sport Spiele fördern und fordern jede Menge Kompetenzen und Fertigkeiten hinsichtlich Teamwork, Kommunikation, Wettbewerb, Geschicklichkeit, Reaktionsvermögen, strategisches Denken etc.
  4. Interesse an Gaming kann auch das Interesse an Technik und s.g. MINT Fächern wecken.
  5. Die Profi E-Sportlerinnen wirken als Role Models. Die Schüler und Schülerinnen nehmen es als Selbstverständlichkeit an, dass Frauen im E-Sport aktiv sind. Das in den Medien vorherrschende Bild einer rein männlich dominierten E-Sport Szene wird aufgebrochen.
  6. Dank der vorhandenen Fülle und Vielfalt, findet sich für jede/r Schüler/in das passende Spiel. So kann auch auf individuelle Interessen eingegangen werden.
  7. Ein E-Sport Event bietet eine gute Abwechslung zum Schulalltag, fördert die Klassengemeinschaft und auch die Beziehung zwischen Schüler/innen und Lehrer/innen.

 

Ein herzliches Danke an dieser Stelle
...an Marlies und Tanja für die Bereitschaft ihr Wissen und Können mit den Schüler/innen zu teilen.
...an Thomas, Julian und Michael für die Offenheit ein derartiges Schulevent umzusetzen, um E-Sports & Schule zusammenzubringen.
...an Kevin Trau für die super Betreuung in der area52.